Auswandern aus Deutschland – Statistik, Zahlen & Trends

Das Thema „Auswandern“ gewinnt in Deutschland zunehmend an Aufmerksamkeit. Jährlich verlassen Tausende Menschen das Land dauerhaft oder für längere Zeit, sei es aus beruflichen, familiären oder persönlichen Gründen. Statistiken zeigen, wer auswandert, wohin und welche Motive dominieren.


1. Auswandererzahlen Deutschland

  • Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) haben 2023 rund 280.000 Menschen Deutschland verlassen, um dauerhaft im Ausland zu leben.
  • Im Vergleich zu 2022 ist die Zahl leicht gestiegen, Tendenz in den letzten Jahren stetig wachsend.
  • Deutschland gehört zu den Top-Auswanderungsländern Europas, neben Großbritannien, Frankreich und Italien.

Fakt: Etwa 50 % der Auswanderer sind zwischen 20–40 Jahre alt, also besonders im erwerbsfähigen Alter.


2. Beliebte Zielländer

Die meisten deutschen Auswanderer entscheiden sich für europäische Länder oder Länder mit hoher Lebensqualität und Arbeitsmöglichkeiten:

Zielland Anteil der Auswanderer (ca.)
Schweiz 15 %
Österreich 12 %
USA 10 %
Spanien 8 %
Großbritannien 7 %
Andere Länder 48 %

Fakt: Viele wählen Nachbarländer wegen Sprachähnlichkeit, Lebensstil und Arbeitsmöglichkeiten.


3. Alters- und Berufsstruktur

  • Alter: 50 % zwischen 20–40 Jahre, 30 % zwischen 41–60 Jahre, 20 % über 60 Jahre
  • Berufe: Fachkräfte, Akademiker:innen, Selbstständige und IT- oder Gesundheitsberufe besonders vertreten
  • Bildung: Hoher Anteil an Hochschul- und Fachschulabsolvent:innen – Deutschland verliert vor allem qualifizierte Arbeitskräfte („Brain Drain“).

4. Gründe für Auswanderung

  1. Berufliche Gründe: Höhere Gehälter, Karrierechancen, Auslandserfahrung
  2. Lebensqualität: Klima, Freizeitmöglichkeiten, Sicherheit
  3. Familie & Partnerschaft: Zusammenziehen mit Partner:innen im Ausland
  4. Rente & Ruhestand: Viele Deutsche gehen in südliche Länder (Spanien, Portugal) wegen Klima und Lebenshaltungskosten
  5. Politische/gesellschaftliche Faktoren: Bürokratie, Steuern, Lebensstandard

5. Wirtschaftliche Aspekte

  • Auswanderer bringen oft fachliche Qualifikationen ins Ausland, was für Deutschland kurzfristig einen Verlust an Arbeitskraft bedeutet.
  • Gleichzeitig profitieren andere Länder von qualifizierten Zuwanderern aus Deutschland.
  • Rückkehrer oder temporäre Auslandserfahrung können langfristig Vorteile für Deutschland bringen (Know-how, internationale Vernetzung).

6. Trends & Entwicklungen

  • Zunahme von Fernarbeit & Homeoffice: Manche Auswanderer bleiben beruflich bei deutschen Firmen, arbeiten aber im Ausland („Digital Nomads“).
  • Beliebte Länder für junge Fachkräfte: Schweiz, Niederlande, Kanada, Australien
  • Ruheständler bevorzugen Süd- und Westeuropa: Spanien, Portugal, Italien
  • Pandemieeffekte: Leichte Verzögerung von Umzügen, aber Nachfrage nach Auswanderung bleibt hoch

7. Fazit

  • Jährlich verlassen ca. 280.000 Menschen Deutschland, überwiegend junge, gut ausgebildete Fachkräfte.
  • Beliebte Zielländer sind Schweiz, Österreich, USA, Spanien und Großbritannien.
  • Berufliche Chancen, Lebensqualität und Familie sind die Hauptgründe.
  • Der Trend wird durch Homeoffice, EU-Freizügigkeit und Globalisierung weiter verstärkt.

Kurz gesagt: Deutschland verliert einige Talente ins Ausland, gleichzeitig bleiben internationale Vernetzung und berufliche Möglichkeiten für Rückkehrer attraktiv.


Wenn du willst, kann ich auch eine grafische Übersicht der Auswanderer nach Altersgruppen, Zielländern und Motiven erstellen.